Facebook, Google und der Datenschutz

Gerade haben die Datenschützer aus Schleswig-Holstein Firmen dazu aufgerufen, den „Gefällt mir“-Button und ähnliche Plugins von Firmenseiten zu entfernen und damit die bereits vor einigen Monaten geführte Diskussion um den Datenschutz neu entfacht, da wartet Datensammel-Gigant Google ebenfalls mit brisanten News auf, nämlich der Sozialisierung seines „Plus1“ Button…die Konsequenzen sind dabei ähnlich dem „Gefällt-mir“, Benutzerverhalten wird aufgezeichnet, um diese Daten auswerten zu können…(ca. 100 Dollar ist ein Facebook-Benutzeraccount den Werbetreibenden wert)

Auszug Meldung der Internet Business World:

„Die Google-Empfehlungen erscheinen nicht nur direkt auf der Suchergebnisseite von Google, sondern können auch auf Drittseiten eingefügt werden. Neu ist dabei, so Developer Advocate für das Google+-Projekt Timothy Jordan im Google+ Directory, dass seit der vergangenen Nacht nicht nur die Namen, sondern auch die Bilder der Freunde angezeigt werden, die einen Beitrag mit +1 markiert haben. Diese Informationen werden bei einem Mouseover sichtbar.

Während Google noch an +1 werkelt, muss sich Facebook für seinen omnipräsenten Gefällt-mir-Button bereits von Datenschützern kritisieren lassen. Erst vor wenigen Tagen gaben die Datenschützer vom ULD Schleswig-Holstein der Einschätzung Ausdruck, der Empfehlungsbutton von Facebook sei rechtswidrig und müsse von Webseiten entfernt werden“

 

Deutsche Datenschützer möchten, dass der Benutzer durch den Webseitbetreiber, der Social Plugins verwendet, proaktiv über die ihn betreffenden Datenübertragungen aufgeklärt wird. Diese Forderung ist jedoch aus meiner Sicht nicht komplett nachvollziehbar. Warum soll der Webseiten-Betreiber, der gar nichts von dieser Datenübertragung hat, dafür haften. Dieser bietet seinen Benutzern doch nur einen zusätzlichen Service, für den sich die jeweiligen Nutzer bereits mit der Anmeldung und Eingabe Ihrer Daten bei zum Beispiel Facebook bewußt entschieden haben… Sie tauschen Internet-Services gegen Ihre Daten

Die Datenschützer sollten daher Ihre Kraft in Aufklärungsarbeit investieren und nicht den Websitenbeibern den schwarzen Peter zuschieben. Der Bürger (Nutzer) ist ein selbständig denkender Mensch, der bei entsprechendem Wissen auch selbst über die Vermarktung seiner persönlichen Daten entscheiden sollte… immerhin findet es ein großer Teil der Nutzer sogar gut, wenn er Werbung über Dinge präsentiert bekommt, die ihn auch wirklich interessieren.